Länger Gemeinsam Lernen
Baden-Württemberg e.V.
 

Reaktionen / Positionen

(siehe auch Solidaritätsadressen)


Schule
  • Neben den insgesamt 34 Solidaritätsadressen bzw. Unterstützungserklärungen gibt es bisher über 450 Schulleiter-Unterschriften aus verschiedenen Landkreisen, darunter:
    - 97 Bodenseekreis/Ravensburg
    - 40 Reutlingen/Tübingen
    - 51 Esslingen/Nürtingen
    - 15 Biberach
    - 30 Rottweil
    - 48 Heilbronn


  • Stuttgarter Zeitung vom 25.07.2007:
    Rektoren springen Kollegen bei
    HEILBRONN (wis/ute). Auch im Streit um die Hauptschulen bläst Kultusminister Rau der Wind ins Gesicht. 48 Leiter von Grund- und Hauptschulen des Schulbezirks Heilbronn haben gestern die Abwendung vom "selektiven dreigliedrigen Schulsystem" gefordert.
    Die Unterzeichner des Briefs an Kultusminister Helmut Rau (CDU) betonen, dass sie damit den "offenen Brief zur aktuellen Schulentwicklungsdebatte" von 96 Rektoren aus den Kreisen Ravensburg und Bodensee unterstützen wollen. "Wir wünschen uns von der Kultusverwaltung und der Landesregierung, dass sie in ihrer Bildungspolitik eine längst überfällige Veränderung einleiten", heißt es in dem Schreiben, das auch an die Landtagsfraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen geschickt worden ist. Die Schulleiter fordern "ein integratives Schulsystem, in dem Kinder und Jugendliche, wie in anderen Bundesländern und Staaten üblich, länger gemeinsam miteinander und voneinander lernen und dabei individuell gefördert werden".
  • Ein geschäftsführender Gymnasialdirektor und PhV (Philologenverband) Mitglied aus Oberschwaben antwortet in der Lokalpresse auf die Frage zur Trennung der Schüler erst ab der siebten Klasse: "Das ist eher eine weltanschaulich-politische Frage. Mit entsprechender Differenzierung, die Geld kostet, können Schüler auch bis zur siebten Klasse gewinnbringend gemeinsam unterrichtet werden."
  • Ein Schulleiter Gymnasium und CDU Stadtrat aus Oberschwaben:
    Ich bin Leiter eines Gymnasiums mit über 700 Schülern und bedanke mich für die Zusendung Ihrer Information zum "Paradigmenwechsel in der Schulstrukturfrage".
    Erstens beglückwünsche ich die Verfasser des offenen Briefs zu ihrer hervorragenden Darstellung der Lage und Ihrem begrüßenswerten Engagement. Zweitens erkläre ich mich - gerade als Leiter eines Gymnasiums -vollinhaltlich solidarisch mit den Initiatoren dieses offenen Briefes und bin zu jeder Unterschrift der Unterstützung und Befürwortung bereit.
    ... Erst wenn der Souverän Bevölkerung in seiner Mehrheit überzeugt ist, dass eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder gleich welchen Herkommens und eine spätere Differenzierung dieser Kinder in verschiedene Schularten allein nach Maßgabe der Begabung und der Leistungsfähigkeit und nicht nach sozialer Herkunft für die Zukunft von allen notwendig ist, wird sich wirklich etwas ändern können.
  • Ein ehemaliger Rektor eines Gymnasiums in Nordwürttemberg schreibt: "...schließe ich mich dem Brief der Hauptschulrektoren vollinhaltlich an: Auch aus meiner Sicht sind 10jährige Kinder und ihre Eltern nicht in der Lage, bereits in diesem Alter ihre Schullaufbahn definitv zu wählen - gerade im ländlichen Raum wäre es zu begrüßen, wenn bei vielen Kindern die Beobachtungsphase noch zwei Jahre länger dauern könnte."
  • Aus der "Rettungsdiskussion" GH Sipplingen im Südkurier (R Thomas Randecker GH Sipplingen und RR Hepp RS Überlingen CDU Ortschaftsrat):
    "Unser großes Anliegen ist es daher, dass die Hauptschule bestehen bleibt", erklärte der Schulleiter. An Strategien, dies zu gewährleisten, arbeite die Schule schon seit einigen Monaten. Unter anderem über eine Kooperation mit der Überlinger Realschule. Deren Schulleiter Karl Hepp unterstütze die Bemühungen, die Klassen 5 und 6 in Sipplingen als Orientierungsstufe zu führen, ehe die Entscheidung für Haupt- oder Realschule falle. (9.3.07)
    "Ich habe mein Amt nicht angetreten, um Schulen zu schließen, sondern um Lösungen zu suchen", sagte Adam Hornung ( SAD SA BSK ). Wärmstens empfahl er als ersten Schritt, einen Antrag auf einen Modellversuch zur Kooperation mit der Realschule Überlingen in den Klassen 5 und 6 zu stellen. Dazu hatte es schon konstruktive Gespräche mit deren Rektor Karl Hepp gegeben. Der Antrag zur Einrichtung einer Ganztagsschule ist längst allerdings noch nicht genehmigt. Darüber hinaus liegt es vor allem am Schulamt, den Elternwünschen Rechnung zu tragen. (2.4.07)
  • BZ Markdorf wird zum Schlüssel für Bildung
    ..... Realschulleiter Roland Hepting präsentierte dabei noch ein neues Modell: So soll am BZM eine Kooperationsklasse entstehen, bei der sich die Schüler erst Ende der fünften oder sechsten Klasse für eine Schulform entscheiden. ( Schwäbische Zeitung Mkd 20.10.07 )
    Schule mit Modellcharakter....Markdorfs Bürgermeister Bernd Gerber erinnerte an die schwierigen Anfänge des Bildungszentrums vor 40 Jahren. Zunächst heftig diskutiert, habe sich das BZM bald schon zu einem landesweit mit Aufmerksamkeit verfolgten Modell-Projekt entwickelt, dessen Besonderheit - die Orientierungsstufe für die Klassen 5 und 6 - unterdessen eine Renaissance erfährt, erläuterten die BZM-Schulleiter Gerhard Barisch, Helmut Faden und Roland Hepting sowie Schulamtsleiter a. D. Konrad Oker. Realschulrektor Hepting kündigte in diesem Zusammenhang an, dass man derzeit Gespräche mit der örtlichen Grundschule führe mit der Absicht, eine vierte Klasse im BZM von Lehrern aller drei Schultypen unterrichten zu lassen. Dieses Kooperationsprojekt könnte wiederum modellhaft sein. Von Norbert Zeller (SPD), dem Vorsitzenden des Schulausschusses im Landtag wurde dieses Ansinnen nur begrüßt. Er verwies - im Rückgriff auf die Rede Lothar Wölfles - darauf, welch wichtiger Standortvorteil eine gute Schule, ein gutes Bildungsangebot in Bibliotheken und insbesondere die Ganztagsbetreuung sein kann. ( Südkurier BSK 20.10 2007 )